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Viel interessanter als das Geld, ist die Art der Menschen, damit umzugehen. Robert Bosch etwa schaffte es vom Feinmechanikerlehrling zum Millionär.

 

Michael Esser:
Lieber Geld verlieren als Vertrauen
Sprecher: Angelika Thomas, Ulrich Pleitgen, Volker Lechtenbrink,
Campfire Media, Dargow 2011,
2 CDs, 109 Min., 14,95 Euro.

Ein interessanter Mann: ehrgeizig, neugierig, risikobereit und sozial. Zu seinem 150. Geburtstag erschien im September das Hörbuch
"Lieber Geld verlieren als Vertrauen". Es ist eines seiner bekanntesten Zitate. Das Hörbuch mag wie ein Auftragswerk der Robert Bosch Stiftung wirken, doch sein Vermächtnis ist es wert.
Bosch war so vieles: Reisender, Gründer, Pionier, Geschäftsmann, Weltbürger. Als solcher wird er in fünf Kapiteln vorgestellt. Seine Lebensphilosophie lautete: "Der Glaube an den Wert meiner Ware und an mein Wort standen mir stets höher als ein vorübergehender Gewinn." Wie würde Bosch wohl über die Finanzwelt von heute denken?

Er jedenfalls war ein Unternehmer, der langfristig agierte, viel investierte, auf Qualität und auf die Firmenkultur achtete. Bosch vereinte viele Tugenden sich: Er führte 1906 den Achtstunden-Tag ein und sorgte für gute Arbeitsbedingungen. Dafür erwartete er Engagement. Das war erzieherisch und klug - möglicherweise sogar der Impuls für die soziale Marktwirtschaft.

Ist der Magnetzünder eine Eintagsfliege? Ist die Zündkerze der Durchbruch? Bosch fand die Antworten. Und schließlich stand die Marke für wegweisende Erfindungen und der Name für einen guten Ruf. Denn der Firmenchef arbeitete nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Verstand. Und mit Menschen.