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PR bedeutet Public Relations. Und Öffentlichkeitsarbeit ist oft harte Arbeit. So versuchen PR-Agenturen oft mit allen Mitteln, Aufmerksamkeit zu erregen.

Sie müssen schließlich ein Produkt „kommunizieren“. Hier der Star auf der einen, dort die Zielgruppe auf der anderen Seite. Wenn die Agenturen gut sind, bringen sie ihr Produkt in die Medien. Wenn sie richtig gut sind, bringen sie die Zielgruppe um den Verstand. Paris Hilton, so behauptet heute eine Berliner PR-Agentur, sei „kaum gelandet und schon das Thema Nummer eins in der deutschen Hauptstadt“.
Wie, das haben Sie verpasst?

Dann wissen Sie sicher auch nicht, dass schon neue Männer für die Hotelerbin, die niemals ein Hotel erben wird, verhandelt werden?: Wayne Carpendale, MTV-Moderator Patrice, Oliver Kahn – ja sogar Rolf Eden, der eigentlich in einer Woche seine Freundin Brigitte heiraten will.

Solche Meldungen ohne Inhalte über Personen ohne Leistung wirken wie eine Verschwörung gegen den gesunden Menschenverstand. Und deshalb sei an dieser Stelle einmal betont: Dass trotz aller Bemühungen jeder PR-Overkill an einem abperlt – wie der Prosecco, den Paris Hilton nun verkaufen will.

Aber ich habe eine Idee, wie Paris Hilton tatsächlich Thema Nummer eins werden könnte:

„Hallo Paris. Was halten Sie davon, mich heute Abend zu besuchen? Sie wohnen ja im Hilton am Gendarmenmarkt. Ich wohne auch in Mitte. Lassen Sie doch den Glühwein vom Weihnachtsmarkt und kommen sie stattdessen bei mir vorbei. Ich habe eine wunderschöne, 50 Jahre alte Flasche Formaldehyd im Keller stehen."
P.S.: Bringen Sie gern auch Ihre PR-Agentur mit.

Mit besten Empfehlungen, Abini Zöllner

Verfasst am 13.12.07, 19:22 Uhr
| Kommentare (7) | TrackBacks (0)

Kommentare

Machen sich die Medien nicht selbst was vor?
Sind es nicht ausschließlich Fotografen und Societyjournalisten, die sich auf Paris, Posh und Co. stürzen?
Der normale Bürger interessiert sich gar nicht für diese Gruppe Menschen sondern ist höchstens genervt wenn ihn diese Gesichter aus allen Formaten entgegenstrahlen!
Paris and Friends werden von den meisten Menschen nicht bewundert, oder gar geliebt. Nein, sie nehmen die Funktion eines überdimensionierten Klassenclowns oder Zirkusaffen ein, der nur taugt, um sich über ihn lustig zu machen. Ernst nehmen kann man solche Gestalten nicht. Und dass die Medien einen Trend entwerfen, dem sie ausschließlich selbst hinterherlaufen, erinnert mich immer an einen kleinen dummen Welpen, der sein eigenen Schwanz jagd!

Verfasst von: El Gordo | 14.12.07, 13:27 Uhr

 

Ist ja alles richtig, Frau Zöllner. Leider schreiben Sie aber für eine Zeitung, die diesem Society-Kram immer mehr Platz einräumt. Eine Seite "Vermischtes" wird sich bald nicht mehr reichen...

Verfasst von: Falconer | 14.12.07, 19:09 Uhr

 

Man versteht die Hysterie, wenn man sich ein komplettes Bild vom Berlinbesuch von Frau Hilton macht. Ein Regionalsender zeigte vor wenigen Minuten, wie Frau Hilton ein paar Palettchen Prosecco über den Scanner hievte und im Anschluss an diese Meisterleistung ins Mikrofon hauchte, dass dieser Supermarkt "einfach super" sei.

Bis Sonntag! :X
Lars

Verfasst von: Lars | 14.12.07, 19:35 Uhr

 

Natürlich gibt's ein Hilton auch in Paris.

Verfasst von: davidly | 21.12.07, 22:46 Uhr

 

also, ich finde die paris ist doch ganz nett. Aber was heißt das schon.

Verfasst von: florian meyer | 02.02.08, 04:11 Uhr

 

stimmt so

Verfasst von: Anonymous | 02.02.08, 04:12 Uhr

 

mann, ist das alles so furchtbar langweilig hier. geht Ihr auch auf diese furchtbare party da von diesem schrecklichen Wowereit

Verfasst von: Anonymous | 02.02.08, 04:13 Uhr